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Bei den Laboboys

  • Autorenbild: Cookie
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  • 7. Apr.
  • 4 Min. Lesezeit

Fakten

Stadion

Sportplatz Bornum (Königslutter am Elm)



Ort

Königslutter-Bornum



Kapazität

1.000



Datum

06.04.2026



Spiel (Tabellenplatz vor Spiel)

SV Lauingen-Bornum (.6) - (15.) TSV Rot-Weiß Schwicheldt (11.)



Ergebnis

2 : 2



Zuschauer

95



Liga

Bezirksliga Braunschweig 2



Ebene*

7



Liga (vollständig) - Besuchte / Gesamt

15 / 16



Ground - alt / Anzahl Besuche

nein



Ground - neu / Anzahl Grounds

ja / 171



Spiel in 2026 / Gesamt**

12 / 329



*internationaler Indikator des Fußballniveaus vergleichbar mit anderen Ligen

** Anzahl Spiele im laufenden Jahr / Anzahl Spiele insgesamt


Vorspiel 

Heute sollte es bei Sonne aber frischen Temperaturen und kaltem Wind an den Elm nach Bornum gehen. Und wenn das nächste Mal im Kreuzworträtsel nach einem Höhenzug mit drei Buchstaben gefragt werden, kennt ihr jetzt die Antwort. Das Dorf ist sehr ländlich geprägt und hat nur 850 Einwohner. "Born" heißt Quelle und ihr könnt euch denken, dass es hier überall nur so sprudelt, wie in einer Mineralwasserfabrik, so viele Quellen gibt es um Bornum herum. Beide Nachbardörfer Bornum und Lauingen bekamen kaum eigene Mannschaften voll. So gründeten sie aus dem TSV Lauingen und dem TV Bornum 2002 den SV Lauingen Bornum 2002. Es ist ein relativ kleiner. sehr dörflich geprägter Verein mit ca. 160 Fußballer/-innen entstanden. Sie legen großen Wert auf eine familiäre Atmosphäre. Flausen haben sie keine im Kopf. Und dann nennen sie sich, wie? Tatsächlich "Laboboys". Hört sich irgendwie an, wie eine Travestitenshow oder eine Boygroup. Und das auf dem Dorfe, unglaublich! Die Bezirksliga, in welche sie gerade wieder aufgestiegen sind, ist schon sehr beachtlich. Und aktuell sind sie sogar 6. und bar jeder Abstiegssorgen. 

Der Gast kommt aus Schwicheldt, im Peiner Land. Mit 1.300 Einwohner ja dagegen fast eine Metropole. Und, liebe Schwicheldter Kerle, ihr werdet mit verzeihen, wenn ich eure Mädels hervorheben muss. Denn bei den Schwicheldterinnen geht es richtig ab. Es wird gefeiert, gegackert, geballert, getuschelt und so weiter Sie heißen folgerichtig "Schwicheldter Hühner". Wenn du mindestens 16 und unverheiratet bis und aus Schwicheldt kommst, darfst du beitreten. Es soll Aufnahmetests geben, die es in sich haben, über die man/frau aber nicht spricht. Das bleibt somit im Verborgenen. Wenn du dann in den Hafen der Ehe eingetreten bist, musst du leider raus und fällst oft in ein tiefes Loch. Aber da gibt es dann die Landfrauen, die dich auffangen, denn hier sind Alter und Familienstand egal. Sehr beeindruckt hat mich übrigens das Leistungsangebot des TSV Schwicheldt. Es beinhaltet tatsächlich unter anderem „Damen- und Herrensauna" und "Bundesliga-Konferenz Samstag ab 15:30 Uhr".


Ground

Ein Grund, am Ostermontag nach Bornum zu fahren, war, endlich, die Bezirksliga Braunschweig 2 komplett zu machen. Es fehlt nun nämlich nur noch der Ground des zurückgetretenen FC Türk Gücü Helmstedt. Aber eigentlich: Fertig!

Der Ground liegt außerhalb von Bornum an der Kreisstraße im Nichts. Mein absolutes Highlight hier ist die einige hundert Meter entfernte Bahnlinie "Braunschweig - Magdeburg". Es ist hier wie beim Tennis, dein Kopf geht nur "links - rechts - links - ...". Bestimmt 40-50 Personen- und Güterzüge schnurrten hinterm Platz lang. Herrlich! Es gibt hier nur spartanisch einen einzigen Rasenplatz, der auch gut gepflegt ist. Und am Funktionsgebäude ist sogar eine kleine, überdachte Terrasse, auf die wir uns setzten und etwas vom kalten Wind verschont blieben. Wir hatten heute unsere persönliche Herausforderung, mit 13 Tacken über die Runden kommen zu müssen. Uschi: "Ich habe nicht viel Geld dabei". Rainer: "Ich habe gar keins mehr". Tolle Knolle. Für den Eintritt gingen 6€ weg, da Frauen und Rentner für 3€ reinkommen. Dann bekam ich den Auftrag, in der Pause mit dem Rest für die Verpflegung zu sorgen. Zu essen gabs aber sowieso nichts. Eigentlich hätte es Bockis gegeben, aber die waren schon vor dem Spiel weg, da die nette Dame am Stand dachte, dass alle noch von den Ostereiern genug hatten. So hatte sie deshalb etwas zurückhaltend eingekauft. Sie hat wohl nicht mit der Verfressenheit der Bornumer gerechnet. Ich bestellte zwei Kaffee (2 €} und zwei Duplo {1€}. Und wir fuhren somit mit stolzen 4 € nach Hause!


Spiel

Der SV Lauingen Bornum konnte befreit aufspielen. Und eigentlich auch der TSV Schwicheldt, der nur noch theoretisch absteigen kann aber noch ein paar Punkte benötigt. Ob das der Grund war für ein gruselig schlechtes Spiel in der ersten Halbzeit. Kein Kampf, keine guten Spielzüge, keine Torchancen. Nichts. Gut, dass wir Züge zum Gucken hatten. Ein kleines Highlight gabs aber kurz vor dem Pausenpfiff dann doch. Foulelfmeter für den Gast. Aber selbst der wurde kläglich vergeben. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel nicht wirklich gut, aber es war immerhin einiges los. Es fielen sogar 4 Tore. Es gab einen Handelfmeter. Der wurde vom TSV auch verwandelt. Und eine Rote Karte für eine Torwartparade der Laboboys gabs ebenfalls, da sie leider ein Feldspieler machte. Dann führten trotz Unterzahl die Gastgeber bis tief in die Verlängerung hinein. Und dann machten die Gäste noch in der 96. Minute das 2:2. So bekamen wir doch noch etwas Spektakel geboten. 


Stimmung

Dörflich, familiär, ruhig. Immerhin 95 Zuschauer und davon 10-20 aus dem Peiner Land, sogar mit ein paar Fahnen. Sonst „Tote Hose“. Die Gäste hätten mal ihre Hühner mitbringen sollen. 


Fazit

Man könnte nun denken, alles Dorf hier. Aber nun aufpassen, denn die Weltgeschichte wurde durch einen Bornumer maßgeblich beeinflusst. Ludwig von Westphalen wurde am 11. Juli 1770 in Bornum am Elm geboren. Sein Vater war Freund und Sekretär des damaligen Herzogs on Braunschweig. Und sein Sohn trat in seine Fußstapfen aber setzte seine Karriere in Trier fort. Und der wohl berühmtes Sohn Triers, Karl Marx, lebte zu dieser Zeit auch dort. Unser Bornumer muss ein ziemlicher Schlauberger gewesen sein, denn er wurde dann der Mentor von Kalle. Er unterwies ihn in Literatur und Philosophie. Marx verehrte ihn regelrecht. Ein paar Dinge muss er ihm wohl allerdings falsch beigebracht haben ... Aber er hatte eine knackige Tochter, Jenny von Westphalen. Die lachte sich Marx an. Leider heirateten die beiden erst zwei Jahre nach dem Tod von Ludwig von Westphalen. Vielleicht auch besser so. Denn Karl Marx entpuppte sich als schwanzgesteuertes Arschloch. Er behandelte Jenny ziemlich mies. Nicht nur das, er hatte sich auch bei der Haushälterin, Helene Demuth, nicht im Griff und schwängerte sie. Vielleicht hätte Ludwig lieber in Bornum bleiben sollen!


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