Wolfenbütteler Woche
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- 18. Feb.
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 19. Feb.
Fakten
Stadion | MKN Sportpark Schweigerstraße B-Platz |
Ort | Wolfenbüttel |
Kapazität | 1.000 |
Datum | 17.02.2026 |
Spiel (Tabellenplatz) | Germania Wolfenbüttel (14..) : Lehndorfer TSV (1.) |
Ergebnis | 6 : 1 |
Zuschauer | 13 |
Liga | Testspiel |
Ebene* | 6.(Landesliga Braunschweig) - 7. (Bezirksliga Braunschweig 2) |
Liga (vollständig) | 8 von 16 |
Ground alt / Anzahl Besuche | ja / 2 |
Ground neu / Anzahl Grounds | nein |
Spiel in 2025 / Gesamt** | 2 / 318 |
*internationaler Indikator des Fußballniveaus vergleichbar mit anderen Ligen
** Anzahl Spiele im laufenden Jahr / Anzahl Spiele insgesamt
Vorspiel
Mit dem heutigen Testkick geht meine Wolfenbütteler Woche zu Ende. Aber der Reihe nach: Mein erstes Spiel des Jahres, mit dem Titel "Endlich" fand vorige Woche im Sportpark Meesche in Wolfenbüttel statt. Dann am Samstag gleich wieder nach Wolfenbüttel, zum Doko-Spielen bei Doris und Udo. Aber Wolfenbüttel steht nicht nur fürs Ballern, auch wenn man das bei Doko-Abenden bis in den frühen Morgen und Jägermeister vor Ort, annehmen könnte. Ich weiß ja, dass meine Leserschaft kognitiv vorne mitspielt. Und so habt ihr vielleicht schon mal gehört, dass die Stadt auch fürs Geistige (und ich meine nicht die aus Obst) steht. Der alte Freigeist Gotthold Ephraim Lessing hauste viele Jahre in Wolfenbüttel. Er verdiente seine Mücken als Bibliothekar in der dortigen weltberühmten Herzog August Bibliothek. Denn seine Schreiberei brachte ihm noch nicht so viel ein. Selbst sein Nummer 1-Bestseller, Nathan der Weise, reichte nicht aus für die Beschaffung von ETF-Anteilen. Und der Knabe hatte nun auch noch am Sonntag seinen 245. Todestag. Kulturell beflissen, wie ich nun mal bin, bügelte ich am Montag vor dem Edeka-Einkauf noch zum Dom- und Magnifriedhof in Braunschweig, um seiner zu gedenken. War aber wohl bei dem Schneefall und der Kälte etwas eingefroren in der Rübe (oder wars noch vom Gin Tonic beim Doko?) und fand sein Grab nicht. Wird demnächst mal nachgeholt. Und dann ließ ich die Wolfenbütteler Woche auch noch am Dienstag mit einem Testspiel beim Ballspiel-Verein Germania Wolfenbüttel von 1910 e.V. enden.
Der Verein ist die klare Nummer 2 im Ort. Und fast hätten sie sogar mit dem Platzhirsch, dem MTV Wolfenbüttel im Jahr 1993 fusioniert. Man will es kaum glauben, woran das gescheitert ist. Der MTV störte sich am Namen "Germania" und sagte ab. Gut so, zwei renommierte Clubs hier sind auch besser als einer. Nun muss der Aufsteiger in die Landesliga nur noch die Klasse erhalten. Aktuell stehen die Germanen auf einem Abstiegsplatz.
Da ist die Laune bei den Gästen aus dem Braunschweiger Stadtteil Lehndorf schon weit besser. Sie spielen zwar ein Klasse tiefer aber überwintern mit einem guten Polster auf den Zweiten auf dem Platz an der Sonne. Ich bin ein Fan des Clubs geworden und drücke fest die Daumen für den Aufstieg.
Von daher war für mich der Lehndorfer TSV sogar der Favorit des Testspieles.
Ground
Der BV Germania hat sein neues zu Hause im MKN Sportpark Schweigerstraße. Bis 2012 spielten sie mit dem MTV zusammen in der Meesche. Dann wechselten sie vom Traditionsground zum durchdesignten und nagelneuen Ground. Wahrscheinlich hatten sie vom MTV die Nase voll, weil die ihren Namen doof fanden und wollten weg von denen. Der Name MKN kommt von ihrem langjährigen Sponsor, der Maschinenfabrik Kurt Neubauer. Die stellen Küchengeräte/-Anlagen für Großküchen, Hotelküchen und auch Edelrestaurants her. Sie sind einer der weltweiten Marktführer in dieser boomenden Nische. Die Anlage besteht aus drei reinen Fußballplätzen und einem Vereinsheim. Alles wirkt recht gepflegt. Der Gang zu den WC's lädt zum Stehenbleiben ein (vielleicht eher auf dem Rückweg), da dort alte Fotos und Trophäen ausgestellt werden. Heute wird auf dem Kunstrasenplatz gespielt. Der soll dieses Jahr erneuert werden. Der Untergrund wurde schon ein paarmal geflickt. Es wirkt hier alles ein wenig steril. Das liegt vielleicht auch am industriell geprägten Umfeld.
Klasse fand ich die nette Wirtin. Und Pommes kann die Frau vom Feinsten machen! Und der Kinderpunsch hat auch schön aufgewärmt. Ansonsten gibt es auch diverse Schnitzel und im Sommer kannst du gepflegt draußen trinken.
Spiel
Aufgrund des ungewohnten Winterwetters, fiel ja allen Teams die Vorbereitung schwer. Und es fielen auch so gut wie alle Testspiele in Norddeutschland aus. So kam dem Spiel schon etwas Bedeutung zu. Ich dachte ja, dass Lehndorf gewinne wird. Nix wars damit. Die Heimelf zeigte sich das ganze Spiel über als besseres Team. Das Bemühen der Gäste war zu sehen aber es war viel brotlose Kunst. Ich hatte mehr von ihnen erwartet. Die Tore zum 6:1 verteilten sich über die 90 Minuten. Blöd nur, dass ich zwei Treffer verpasste. Beim 3:0 verdaute ich noch die Halbzeit-Pommes und beim 4:0 blieb ich beim Gang vom WC zurück wohl zu lange vor den Pokalen stehen. Der BV Germania zeigte sich jedenfalls deutlich wacher und fokussierter. Nun ein guter Start in die Rückrunde und es wird vielleicht noch was mit dem Klassenerhalt.
Stimmung
War keine da. Aber was willst du auch bei diesem fiesen Wetter und einem Testspiel erwarten. Auf dem Hinweg pieselte es schon. Dann hörte es mal auf und fing wieder richtig an. Und das Ganze bei nasskalten +1 Grad und auf dem B-Platz, wo der Wind noch richtig pfiff.
Fazit
Groundhopper sind harte Gesellen. Wer dem gemütlichen Olympia-Fernsehabend mit der Frau auf dem Sofa, solch einen Kick vorzieht ... Das muss ja keiner verstehen ;-).
Von den ursprünglich 13 Zuschauern waren in der zweiten Halbzeit auch nur noch 9 da. Die zuschauerunfreundliche Anstoßzeit von 19:45 Uhr war bestimmt neben dem Wetter ein weiterer Punkt für die Resonanz und die 4 Pausenabgänge.
Fotos













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